Die Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft mit beschränkter Haftung hat den Auftrag für Schlosserarbeiten und Fassadenelemente am Landeskrankenhaus Rankweil an die Kalb GmbH vergeben. Der Auftragswert beträgt 1.000.000 EUR. Das Projekt umfasst den Bauabschnitt 2 – Neubau Eingangsgebäude und Kinder- und Jugendpsychiatrie – und wurde im offenen Verfahren ausgeschrieben. Die Bekanntmachung erfolgte am 22. Oktober 2026 über die europäische Ausschreibungsplattform TED.

Umfang der Fassaden- und Metallbauarbeiten

Der Leistungsumfang kombiniert Metallbau, vorgehängte Fassaden und Holzbauelemente. Die Ausschreibung nennt folgende Komponenten:

ca. 39 m² Edelstahl-Seilnetzkonstruktion als Absturzsicherung, inklusive Seilnetz-Rahmen und Seilnetz-Unterkonstruktion; ca. 16 Stück Unterkonstruktions-Tragrahmen; 1 Stück Stahl-Gitterrosttreppe; ca. 105 m² vorgehängte Alu-Lamellenfassaden, wärmegedämmt; ca. 153 m² vorgehängte Alu-Lamellenfassaden, ungedämmt; ca. 8.000 kg Stahl-Tragkonstruktionen (Stützen/Träger); ca. 89 m² BSP-Holzmassivdecken; Sonnenblenden und Bodenabschlüsse.

Materialhybride im Gesundheitsbau: Stahl, Aluminium und Holz

Die Kombination aus Baustahl-Tragkonstruktionen, wärmegedämmten Alu-Lamellenfassaden und Brettsperrholz-Decken (BSP) zeigt die Vielfalt heutiger Krankenhausbau-Anforderungen. Vorgehängte hinterlüftete Fassaden ermöglichen Wartungsfreundlichkeit und thermische Trennung vom Rohbau – gerade bei Umbauten im laufenden Betrieb ein Vorteil. Die gedämmten Fassadenflächen tragen zur Erfüllung der Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) bei, während die ungedämmten Bereiche vermutlich witterungsgeschützte Zonen oder technische Bereiche abdecken. Die BSP-Holzmassivdecken ergänzen die Stahlkonstruktion – ein typisches Beispiel für Holzhybridbauweise, bei der tragende Holzbauteile mit Stahlstützen oder Betonkernen kombiniert werden. Im Gesundheitsbau gewinnt Holz an Bedeutung, da es als CO₂-Speicher zur Reduktion der grauen Emissionen beiträgt und gleichzeitig akustische und raumklimatische Vorteile bietet.

Verfahren und Projektrahmung

Die Vergabe erfolgte im offenen Verfahren gemäß europäischem Vergaberecht. Der CPV-Code 45262400 klassifiziert die Leistung als „Spezielle Gewerke im Bauwesen". Die Ausschreibung richtet sich an die Region AT342 – Feldkirch. Weitere Details zu Anzahl der eingegangenen Angebote oder geschätztem Wert wurden in der Bekanntmachung nicht veröffentlicht.

Quelle und Transparenz

Die vollständige Bekanntmachung ist im Supplement zum Amtsblatt der Europäischen Union unter der Referenz 735016-2026 abrufbar. Öffentliche Auftraggeber sind verpflichtet, Zuschläge ab bestimmten Schwellenwerten EU-weit zu veröffentlichen, um Wettbewerb und Transparenz zu gewährleisten.