CO2-reduzierter Zement in Österreich: Wie CEM II/C, Klinkersenkung und CCUS die heimische Zementindustrie auf Klimakurs bringen
Österreichs acht Zementwerke gelten mit niedriger CO2-Intensität und einer Ersatzbrennstoffrate von 88 Prozent als internationaler Vorreiter. Mit CEM II/C, der CO2-Klassen-Normung und dem CCUS-Projekt C2PAT entsteht der Markt für klimafitten Beton – dieser de-AT-Report ordnet Produktion, Normung und Verfügbarkeit ein.
Die österreichische Zementindustrie produziert mit deutlich geringerem CO2-Fußabdruck als der globale Durchschnitt und treibt den Umbau ihres Produktportfolios konsequent voran. 2024 stellten die acht heimischen Zementwerke rund 4,512 Millionen Tonnen Zement her, während die spezifische CO2-Intensität gegenüber 2020 von 545 auf 486 Kilogramm CO2 je Tonne Zement sank. Den zentralen Produkthebel bildet der neue klimafitte CEM II/C: Er reduziert den Klinkeranteil auf 50 Prozent und senkt den Branchenschnitt-Fußabdruck von 493 auf 327 Kilogramm CO2 je Tonne Zement. Parallel schaffen die ÖBV-CO2-Klassen für Beton und die CSC-Zertifizierung erstmals einen einheitlichen Rahmen, um CO2-reduzierten Beton ausschreibbar und vergleichbar zu machen.
Dieser Branchenreport (6 Kapitel) analysiert Markt, Recht, Förderung, Technik und Praxis — mit 11 belegten Quellen.